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Um nicht nur eine höhere UMTS-Netzabdeckung in Deutschland zu erreichen, sondern auch um bessere UMTS-Geschwindigkeiten zu gewährleisten, brauchten die UMTS-Anbieter im Vergleich zu Standard-Datenraten von 384 Kilobit pro Sekunde etwas attraktiveres. Mit der Entwicklung des UMTS-HSDPA und HSUPA wurde das mobile Internet ersichtlich schneller. Rein theoretisch können heute schon UMTS-Geschwindigkeiten mit HSDPA und HSUPA erreicht werden, die bis zu 7,6 Megabit pro Sekunde leisten. Das ist eine zwanzigfach höhere UMTS-Geschwindigkeit als mit einem herkömmlichen UMTS-Internet-Stick.
HSDPA - High Speed Downlink Packet Access
HSDPA oder auch High Speed Downlink Packet Access, ist ein Datenübertragungsverfahren des modernen UMTS-Mobile Internets. Mit diesen Verfahren hat der Nutzer sozusagen die Möglichkeit des schnellen Zugriffs auf Datenpakete. Daten können dadurch schneller aus dem UMTS-Netz heruntergeladen werden, was wiederrum zu einer höheren UMTS-Geschwindigkeit im Downlink führt.
Hier finden Sie: Die besten UMTS (HSDPA) Anbieter im direkten Vergleich
Die Übertragungsrate der Daten wird dabei durch die Übertragungskategorie des Empfängers bestimmt. Die wohl am häufigsten verwendete Datenkategorie in Deutschland ist Kategorie 6. Sie hat eine Übertragungsrate von 3,6 Megabit pro Sekunde. Die Kategorie 8 überträgt circa 7,2 Megabit pro Sekunde und mit der Kategorie 10 sollen sogar bis zu 13,98 Megabit pro Sekunde möglich sein. In der Praxis wird dies jedoch kaum umgesetzt. Die wichtigsten Eigenschaften von HSDPA sind kurz zusammengefasst Schnelligkeit und Flexibilität in der Datenverteilung sowie eine individuelle Anpassung an die aktuell vorhandene UMTS-Netzverfügbarkeit.
HSDPA-Modems werden in unterschiedlicher Form angeboten. Mittlerweile können Sie sich zwischen Datenkarten und UMTS-HSDPA-Sticks oder den neuen Highspeed-USB-Sticks entscheiden. Die UMTS-HSDPA-Verfügbarkeit bieten jedem Nutzer ein mindestens 3,6 Megabit pro Sekunde schnelles Mobile Internet.
HSUPA - High Speed Uplink Packet Access
HSUPA oder auch High Speed Uplink Packet Access ist somit ein Datenübertragungsverfahren des modernen UMTS-Mobile Internets, mit dessen Hilfe der Nutzer die Möglichkeit hat, Datenpakete schneller abzusenden. Daten werden dadurch schneller an das UMTS-Netz abgegeben, was somit zu einer höhere UMTS-Geschwindigkeit im Uplink führt. Mit HSUPA konnten vereinzelt bis zu 5,8 Megabit pro Sekunde im Uplink übertragen werden. Leider ist die Standardisierung für HSUPA noch nicht abgeschlossen.
HSDPA/HSUPA-Entwicklung
Momentan wird HSDPA bei der Mehrzahl der aktuellen UMTS-Handys mitgeliefert. Diese erreichen jedoch in der Regel gerade mal eine Datenübertragung von 1,45 Megabit pro Sekunde im Downlink. Mobilfunkanbieter arbeiten deshalb stetig an der UMTS-HSDPA-Verfügbarkeit. In Deutschland wird das UMTS-HSDPA-Internet bereits von Vodafone, E-Plus, T-Mobile und o2 angeboten.
In der Schweiz bieten Swisscom, Sunrise und Orange HSDPA für das UMTS-Internet an. Das UMTS-Netz wird jedoch im Bezug auf HSDPA noch stark verbessert. Der Ausbau für HSUPA hat erst später begonnen. Seit Mitte 2007 bemühen sich einzelne Mobilfunkunternehmen HSUPA für eine höhere UMTS-Geschwindigkeit zum mobil Surfen zur Verfügung zu stellen. Soweit haben T-Mobile und Vodafone diesen Ausbau bereits weitgehend durchgeführt. Beide Mobilfunkanbieter haben mittlerweile eine Datenrate im Uplink von bis zu 1,45 Megabit pro Sekunde. o2 hat in der Hinsicht erst Ende 2008 mit der Verbesserung seines UMTS-Netzes begonnen und den HSUPA-Ausbau gestartet. E-Plus hingegen hat bis heute keine Ausbaupläne für HSUPA in der UMTS-Geschwindigkeit bekannt gegeben.
Die herkömmlichen UMTS-Internet-Sticks mit einer Standarddatenrate von 384 Kilobit pro Sekunde bieten heute schon weniger interaktive Anwendungsmöglichkeiten für das mobile Internet als die UMTS-HSUPA-Internet-Sticks.
Vorteile von UMTS-HSDPA/-HSUPA
Mit neuester UMTS-HSDPA- und HSUPA-Technik werden von nun an Highspeed UMTS-Geschwindigkeiten selbst für den normalen Heimgebrauch möglich. Das UMTS-Netz wurde mit starkem Engagement einzelner Mobilfunkanbieter ausgebaut, um nicht nur telefonieren, sondern auch das mobile Surfen attraktiver und besser gestalten zu können.
Mit der Verbesserung des UMTS-Internets stieg zum einen die Nachfrage an der mobilen Internetnutzung und zum anderen waren neue Entwicklungen für Anwender möglich. Durch die besseren UMTS-Geschwindigkeiten im Datenaustausch haben auch verschiedene neue Daten- und Multimedia-Dienste mit dem UMTS-Netz dazu gewonnen. Die Videotelefonie und das Videostreaming laufen viel flüssiger und die Qualität im Bereich Videostreaming ist der HD-Qualität bereits sehr nahe. Immer wichtiger werden für Mobilfunkunternehmen auch Anwendungen wie Mobile Music, Mobile Gaming oder Mobile TV, die nun mit dem verbesserten UMTS-HSUPA-Internet möglich sind. Neue UMTS-Handys mit aktivem Mobile TV sind schon seit längerem erhältlich.
Dank der HSUPA-Technik ist das mobile Surfen allein schon 20 Mal schneller als mit alten UMTS-Internet-Sticks. Sicherlich waren viele der vermeintlich neuen Möglichkeiten schon mit herkömmlichen Mobiltelefonen, die Daten per GPRS oder EDGE übertragen haben, nutzbar. Fakt ist jedoch, dass mit der neuen UMTS-HSUPA-Verfügbarkeit das mobile Internet noch mehr Spaß macht, UMTS-Internet ersichtlich schneller geworden ist und interaktive Anwendungen besser nutzbar sind.
Die eindeutigen Vorteile von HSUPA sind deutlich in der verbesserten UMTS-Geschwindigkeit zu sehen. Die meisten HSDPA-Endgeräte liegen heute bei einer Datenrate von mindestens 3,6 Megabit pro Sekunde. Die Hersteller versprechen eine Leistung von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde, jedoch können Sie davon ausgehen, dass diese Geräte in der Datenübertragung in den seltensten Fällen tatsächlich eine UMTS-Geschwindigkeit von 7 Megabit pro Sekunde erreichen.
Aber die neu erhältlichen Highspeed-USB-Sticks bieten noch eine Reihe weiterer nützlicher Vorteile für den Endnutzer, die es vorher nicht gab. Jetzt können unabhängig voneinander mehrere Teilnehmer gleichzeitig mit hohen Datenraten mobil surfen, E-Mails mit großen Anhängen verschicken, größere Datenmengen auf einen Server übertragen, Musik downloaden oder das Morgenmagazin auf dem Weg zur Arbeit mit dem UMTS-Handy verfolgen.
Dank eines jahrelangen Ausbauprogrammes der UMTS-Netzabdeckung, profitieren erstmals Orte und Regionen von der neuen UMTS-HSUPA-Verfügbarkeit, die vorher zum einen keinen Zugang zu einem Internetanschluss hatten und zum anderen schon gar keinen Internetzugang mit hohen Datenübertragungsgeschwindigkeiten zur Verfügung hatten.
