RTL Surfstick im Test - Erfahrungen mit dem Internet-Stick von RTL
Im vergangenen Jahr ist es exakt zweimal vorgekommen, dass meine DSL-Verbindung nicht mehr funktionierte. Jegliche Maßnahmen wie das Überprüfen der Kabel, der Hardware, das Ausstöpseln und Neustarten des Routers blieben umsonst. Die Anrufe bei der Servicehotline ergaben jedes Mal das gleiche Ergebnis: Aufgrund technischer Defekte und so weiter und blabla sind in den Postleitzahlbereichen XYZ die DSL-Verbindungen derzeit gestört. Die Mitarbeiter der Hotline sind zwar immer sehr nett und beteuern, dass die Kollegen versuchen, die Störung so schnell wie möglich zu beheben, doch für mich sind selbst drei oder vier Stunden ohne funktionierenden Internetzugang eine Katastrophe, denn ich benutze das Netz aus beruflichen Gründen - und das vom frühen Morgen bis zum späten Abend.

Da ich mich nicht noch einmal dem unwillkürlichen Versagen der Technik aussetzten wollte, musste jetzt unbedingt ein Prepaid Internetstick her. Die Hardware sollte so preiswertig und so leistungsstark wie möglich, gleichzeitig muss das Netz zuverlässig und schnell sein. Das Netz war schnell gefunden: Ich entschied mich für Vodafone, weil es derzeit (Mai 2011) noch die beste Netzabdeckung in Deutschland bietet, denn hin und wieder bin ich auch im Zug nach Berlin oder Hamburg unterwegs und die Stunden nutze ich dann für Recherchen und Mails schreiben.

Auf der Suche nach den entsprechenden Anbietern der Surfsticks stieß ich auf das Angebot von RTL.

Gesamturteil für Eilige: RTL Surfstick

"Für den gelegentlichen kurzen Einsatz für Stunden oder Tage absolut empfehlenswert."

Hier gibt es den RTL Surfstick momentan mit Startguthaben



Der Prepaid Surfstick von RTL


RTL bietet in Kooperation mit Vodafone eine verhältnismäßig günstige Hardware an. Der HUAWEI E160E HSDPA USB Stick unterstützt UMTS und EDGE, was im Netz von Vodafone eine fast 100%ige Versorgung auch in den ländlichen Gebieten Deutschlands gewährleistet. Mit dem Stick sind Geschwindigkeiten im Download bis zu 3,6 MBit/s und Uploads bis zu 384 KBit/s möglich.

Der Stick kostet einmalige 24,95 € inklusive 5,00 € Startguthaben. Hinzu kommen noch 5,00 € Versandkosten. Die einzelnen Datenpakete scheinen für jeden Surfertypen etwas parat zu haben:

90 Minuten 0,99 €
12 Stunden 1,99 €
7 Tage 8,99 €
30 Tage 19,99 €

 

 

 

 

Dabei gilt: Einmal begonnene Surfpakete werden unabhängig von der Nutzung nach dem gebuchten Zeitraum und/oder bei Erreichen einer Datenmenge von 1GB beendet. 1GB für 30 Tage erschien mir etwas wenig, jedoch wollte ich den Surfstick höchstens tageweise einsetzen, wenn meine DSL-Verbindung wieder mal streikt oder ich kurz auf Reisen bin. Zu diesem Zweck ist ein Datenvolumen von 1GB für 90 Minuten oder 12 Stunden durchaus komfortabel.

Außer dem Surfstick inklusive SIM-Karte, bietet RTL auf der gleichen Webseite außerdem die Möglichkeit, ausschließlich die SIM-Karte für 9,95 € inklusive 10,00 € Startguthaben sowie die Micro SIM für Tablet PCs ebenfalls für 9,95 € inklusive 10,00 € gratis Surfen zu bestellen.

Bestellvorgang und Zahlungsmöglichkeiten bei RTL / Vodafone

Ich aktivierte den Button „Jetzt bestellen“ unter dem Surfstick, klickte auf der nächsten Seite nur auf „Weiter“, da die Produkte hier noch einmal gelistet waren und der Surfstick durch meine Vorauswahl bereits angekreuzt war. Nach diesem Bestellbereich „Produkt“ folgten nur noch drei Schritte: „Persönliche Daten“, „Zahlungsdaten“ und „Bestellung absenden“.

Ich gab meinen Namen, Adresse, Geburtsdatum (für den Kauf des Surfsticks muss man mindestens 16 Jahre alt sein.), Mailadresse und weiter unten einen zusätzlichen und voreingestellten Sicherheitscode ein.

An Zahlungsarten hat man bei RTL/Vodafone drei Möglichkeiten: Kreditkarte (Mastercard und Visa), Lastschrift und Überweisung. Ich entschied mich für die Überweisung. Diese Option sah vor, dass ich zum Schluss auf die Bestellbestätigungsseite achten musste, denn dort wurde die Kontoverbindung angegeben.

Auf der letzten Seite wurden noch einmal alle Daten angezeigt, ich akzeptierte die AGB und schloss den Kauf ab. An dieser Stelle wurde meine vierstellige Geheimzahl angezeigt. Im Begleittext hieß es, dass ich diese gut aufbewahren solle, denn mit der Zahl könne ich mich später in den Mitgliederbereich einloggen. Unten wurde die Kontoverbindung der Vodafone D2 GmbH angezeigt, auf die ich die 29,95 € überweisen sollte.

Service und Infomails

Die Bestätigungsmail erhielt ich sofort danach. Die Bankverbindung hätte ich mir jedoch nicht kopieren müssen, denn sie war zur Sicherheit natürlich noch einmal mit dem zu zahlenden Betrag sowie dem Verwendungszweck aufgeführt. Weiterhin enthielt die Nachricht die Information, dass der Surfstick 3 – 5 Tage nach Zahlungseingang durch Hermes geliefert werden würde und dass das Speditionsunternehmen bei Nichtantreffen des Kunden den Zustellungsversuch insgesamt dreimal durchführen würde.

Zunächst überwies ich den Betrag von meinem Onlinekonto, der am folgenden Tag gebucht war.

Am 10. Mai hatte ich den Surfstick bestellt und bezahlt, am Nachmittag des 13. Mai erhielt ich die zweite Mai mit dem Inhalt, dass er versandfertig sei und mir in wenigen Tagen zugestellt werden würde.

Pünktliche Lieferung des RTL Surfsticks

Am 14. Mai (Samstag) klingelte es gegen 19:00 Uhr an der Tür: Der Hermes-Fahrer überreichte mir ein kleines Paket mit dem Absender Johannes Brummel GmbH c/o arvato services (allMobility) aus Marienfeld. Das musste der Speditionspartner von Hermes sein, den RTL mit dem Versand beauftragt hatte. Vier Tage von der Bestellung bis zur Lieferung waren äußerst fix, zumal Vodafone ja noch auf meinen Zahlungseingang warten musste.

Lieferumfang, Surfstick und Installation

Das kompakte Päckchen war exakt an die Maße der Verpackung des Surfsticks angepasst, wodurch ein sicherer Transport gewährleistet war. Die Sendung enthielt außerdem die Rechnung, die von der RTL Surfstick Kundenbetreuung in Ettlingen ausgestellt war, sowie einen Rücksendeschein mit Erläuterungen, wie die Rücksendegründe im Fall eines Defekts oder falscher Lieferung anzugeben seien.

Die Verpackung im quadratischen Format 13,5x13,5 cm war an der Seite mit einem präparierten Siegelverschluss versehen, der beim Öffnen Spuren hinterließ. Der Surfstick selbst war noch einmal in einem gesonderten Karton gesichert aufbewahrt. Darauf lagen die Gebrauchsanleitung in Form eines kleinen Booklets sowie die Außenhülle (mit noch verdeckter PIN und PUK) der SIM-Karte, die wohl bereits im Surfstick steckte.

Die Karte war tatsächlich schon in einem gesonderten Steckplatz oberhalb der durch die Kappe geschützten USB-Schnittstelle platziert worden.

RTL StickDer HUAWEI Surfstick E160E kann auch als USB-Stick verwendet werden. Ich fand einen weiteren Steckplatz an der Seite. Das Öffnen erfolgte mittels einer durch eine dünne Verbindung gesicherten kleinen Klappe. Links daneben befand sich ein durch eine weitere Klappe gesicherter Anschluss für eine externe Antenne.

Ich las erst einmal die ersten Seiten der ausführlichen und sehr gut illustrierten Gebrauchsanweisung durch. Darin standen zu Beginn die Systemvoraussetzungen für den Surfstick: Notwendiger Speicher mindestens 128MB RAM, freier Festplattenspeicher mindestens 50MB, nutzbar mit Windows (2000 SP 4, XP SP 2, Vista, 7) und Mac OS X (ab 10.4).

Es folgten noch weitere Details zu Einstellungen, dann die Information über das RTL Startfenster und dessen Funktionen, zu Gratisinhalten von RTL, zu den Surfpaketen und wie man Guthaben auflädt. Hinten fand ich die technischen Beschreibungen, Kurzinfos darüber, in welchen Ländern der Surfstick über das Paket „International“ genutzt werden kann und ein paar weitere in die Tiefe gehende Tipps zum „Surf & E-Mail-Stick“-Fenster, das sich nach der Installation der Software automatisch auf dem Desktop positioniert.

Ich verband den Surfstick mit meinen Computer, worauf sich das zugehörige Programm fast von selbst installierte. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten und mit ein paar Klicks war der erste Schritt getan.

Durch die Aktivierung des Fensters wurde das Feld sichtbar, in das ich die PIN eingeben musste, ein Klick auf den Button „Statistik“ dokumentierte die aktuelle Geschwindigkeit von Down- und Upload, wobei die beiden Kurven jeweils den Verlauf der vergangenen 30 Minuten anzeigen. Ich gab die PIN ein, wodurch die Aktivierung der Internetverbindung angezeigt wurde. Dann ging ich über den Browser online.

Das RTL Startfenster

RTL Mobile StartseitenfensterSofort wurde das RTL Startfenster geöffnet, wo ich mich als Mitglied einloggen konnte. Dazu benötigte ich die nach der Bestellung notierte Geheimnummer. Im Mitgliederbereich hatte ich die Möglichkeiten, mein Guthaben aufzuladen (per Lastschrift oder Kreditkarteneinzug), meine Kontoverbindungen einzusehen oder meine Kundendaten zu ändern.

Das Angebot von RTL (Trailer, Serienfolgen, Videos mit aktuellen Nachrichten) und die Funktionen im Mitgliederbereich konnte ich vor dem Buchen des Surfpaketes gratis nutzen. Wer mit dem Surfstick unterwegs ist und langweile Fahrten über sich ergehen lassen muss, kann sich also schon mal kostenlos mit Unterhaltung berieseln lassen.

Ich hatte das Programm am späten Abend installiert und beschloss, erst am nächsten Tag die Leistung des Surfsticks zu testen – und zwar unterwegs.

Empfang und Datenverbrauch:

Am Wochenende hatte ich mich ohnehin zu einem Verwandtenbesuch verpflichtet und fuhr mit dem Zug von Köln nach Bochum. Da die Fahrt nur eine Stunde dauern würde, konnte ich sogleich das Surfpaket zu 90 Minuten (0,99 €) buchen. Nach dem Klick auf den Button auf dem Desktop, trug ich die PIN ein (Gott sei Dank hatte ich noch daran gedacht, sie mir vorher aufzuschreiben) und verband mich über den Internet Explorer mit dem RTL Startfenster.

Ich klickte die Option „90 Minuten“ an, dann auf „Weiter“ und musste mit Enttäuschung feststellen, dass offensichtlich keine Verbindung aufgebaut wurde, denn das nächste Fenster zeigte an, dass ein Systemfehler aufgetreten sei und ich es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal erneut versuchen solle. Na toll! Ich richtete mich schon darauf ein, dass der Surfstick sich für Zugfahrten als ungeeignet erweisen würde.

Nach dem vierten Anlauf klappte die Buchung allerdings. Die Seiten bauten sich zwar etwas ruckelig auf aber die Verbindung wurde zunächst einmal nicht unterbrochen. Das änderte sich später. Die Statistik ergab unregelmäßige Geschwindigkeiten im Download. Die pro Sekunde übertragenen Datenmengen schwankten auf der Strecke Köln, Düsseldorf, Duisburg, Bochum zwischen 300 Kbit/s und 2,7 MBit/s. Das bedeutete einen häufigen Wechsel zwischen HSDPA/UMTS und EDGE/GPRS.       

 

Die verschiedenen Netzstandards und der Status werden durch die im Surfstick integrierte Leuchte übrigens in unterschiedlichen Farben angezeigt:

 

Farbe der Leuchtanzeige Lichtsignale Bedeutung
Grün Blinkt langsam Eingeschaltet
Grün Blinkt schnell GPRS/EDGE vorhanden
Blau Blinkt schnell UMTS/HSDPA vorhanden
Grün Leuchtet permanent GPRS/EDGE-Verbindung
Blau Leuchtet permanent UMTS-Verbindung
Blaugrün Leuchtet permanent HSDPA-Verbindung

 

Ich erinnerte mich an einen Vermerk in der Gebrauchsanweisung, wonach der Stick immer automatisch die schnellste Internetverbindung anwählt, wenn man den Netzstandard nicht manuell einschränkt. Ich setzte also im Bedienungsfenster den Zugang auf „Nur EDGE/GPRS“, worauf die Daten natürlich langsamer, dafür aber ohne Unterbrechung übertragen wurden.

Am Ende der Fahrt hatte ich zwar noch gut eine halbe Stunde übrig, doch konnte ich sie nicht mehr weiter nutzen, da die Verbindung nach Ablauf der Zeit automatisch abgebrochen wurde. Da ich nur Mails abgerufen und verschickt hatte sowie auf diversen Seiten herumgesurft war, hielt sich der Verbrauch in Grenzen, denn von anfänglichen 1024MB hatte ich nur 20MB genutzt. Praktisch ist in diesem Zusammenhang das RTL Infofenster, das während der Zeit des gebuchten Paketes sowohl die noch verbleibende Zeit als auch die noch freie Datenmenge anzeigt.

Ein paar Tage später testete ich den Surfstick noch einmal zuhause, auch um auszuprobieren, wie er sich beim Download von Spielen, beim Abspielen von Youtube-Videos und Upload von Fotos beweisen würde. Das Startfenster zeigte korrekterweise noch ein Guthaben von 4,01 € an. Ich buchte wieder 90 Minuten, denn ich wollte mir für den wirklichen Notfall noch mindestens 1,99 € für 12 Stunden reservieren.

Die Verbindung erwies sich natürlich als wesentlich schneller und stabiler, was man von Vodafone mitten im Ballungsraum gewöhnt sein dürfte. Ich nutze die eineinhalb Stunden, um mir einige Industrie-Youtube-Videos eines Auftraggebers anzusehen, deren werbetextmäßige Beschreibung ich übernehmen sollte, um einige große Dateien zu verschicken, um eine größere Menge an Fotos hoch- sowie ein Jump-and-Run-Spiel herunterzuladen.

Ich staunte über den schnellen Upload, denn er wurde in der Statistik mit über 700 KBit/s angezeigt, obwohl der Surfstick theoretisch nur bis zu 384 KBit/s zulassen sollte. Ich schaute auf die Leuchte. Sie zeigte blaues Licht für eine UMTS-Verbindung. Sollte der Stick doch leistungsfähiger sein als beschrieben? Der maximale Download sollte die Grenze von 2,7 MBit/s jedoch nicht überschreiten, was sich jedoch nur als geringfügig langsamer erwies als die DSL-Verbindung. Die Videos wurden einwandfrei übertragen, obwohl ich mehrere Registerkarten auf einmal geöffnet hatte und auch das 14MB-Spiel war schnell heruntergeladen. Am Ende der 90 Minuten hatte ich noch ganze 963MB zur Verfügung. 1GB würde also für 12 Stunden vollkommen ausreichend sein.

RTL Netzverbindung

Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden und ich beschloss den Kauf einer Vodafone Guthabenkarte für den Fall, dass sich mein DSL-Anschluss einmal für längere Zeit verabschieden sollte. Sicher ist sicher!

Preis-Leistungsverhältnis des RTL Surfsticks

Die im Haus überraschend leistungsstarke Hardware, das zuverlässige Vodafone-Netz und die einfach zu buchenden Kontingente machen die Handhabung zu einem Kinderspiel. Durch den separaten Steckplatz für die SD-Karte kann ich den Surfstick zugleich als Speichermedium nutzen. Die Tarife für die Surfpakete sind verhältnismäßig günstig. Der einmalige und dauerhafte Preis von 24,95 € wird von anderen Anbietern nur im Falle von Sonderaktionen erreicht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist aus meiner Sicht mehr als überzeugend.

Fazit zum RTL Surfstick

Bestellvorgang:
Unkompliziert.
Zahlungsmöglichkeiten: Kreditkarte, Lastschrift und Überweisung, gute Auswahlmöglichkeit.
Service und Infomails: Kurz, knapp, informativ.
Lieferzeit: Sehr schnell.
Gebrauchsanleitung: Sehr verständlich und gut bebildert.
Installation: Wie sagt man so schön: intuitiv, schnell und benutzerfreundlich.
RTL Startfenster: Das Angebot von RTL kann gratis genutzt werden, darüber hinaus viele Detailinfos und Möglichkeiten im Mitgliederbereich, einfaches Buchen der Surfpakete. Besonders gut: Übersicht über verbliebene Zeit und Datenmenge!
Empfang: 2,7 MBit/s Download, über 700 KBit/s Upload im UMTS-Bereich der städtischen Ballungsgebiete, ca. 300 KBit/s im EDGE-Bereich während der Überland-Zugfahrt.
Preis-Leistungsverhältnis: Sehr gut.